Kulturschock Fitnessstudio

“Nur noch eine Wiederholung…und noch eine und noch eine…”

So oder so ähnlich würde es sich anhören, würde man in den Kopf eines Kraftsportlers während des Trainings rein schauen
Kraftsportler, so bezeichnet man jene Leute, die ein Fitnessstudio besuchen um ihre Kraft und ihren Körper, also ihre Muskeln, zu trainieren.
Der Sport erfuhr in den letzten Jahren einen unglaublichen Hype, auch für jeden unschwer zu erkennen, da Fitnessstudios in Deutschland wie Bubble-Tea- Läden aus dem nichts an jeder Ecke auftauchten
So gibt es allein hier in Braunschweig, meiner Heimatstadt, einer Stadt ,mit 250 000 Einwohnern, 17 Fitnessstudios.
Doch wie kommt es zu dem Boom dieser Tempel der Fitnesskultur und was für Auswirkungen hat diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft?

Der Eine mag sagen, Fitnessstudios seien das Alibi einer unsportlichen Gesellschaft.
Es sei nur eine Ausrede, sich in einem Fitnessstudio anzumelden, um dem “echten” Sport aus dem Weg zu gehen, indem man Mitglied in einem besagtem Verein ist, ohne wirklich hinzugehen.
Denn eine “Pflicht”, wie bei den festgesetzten Trainingszeiten in einer Mannschaft etc. Gibt es nicht.
Jeder trainiert für sich alleine, ohne einen Trainer oder Teammitglieder, die auf einen warten.

Doch der Kraftsport ist nicht der Untergang jeglicher Sportlichkeit. Im Gegenteil, er ist vielleicht sogar die logische Anpassung an die aktuelle Gesellschaft, denn es ist erheblich einfacher Sport in seinen Alltag einzubauen, wenn man sich aussuchen kann, wann man zum Training geht und wie oft.

Jedoch sei der Einheitsbrei an Trainingsgeräten nicht zu gebrauchen, auch weil man ohnehin in der Regel ohne Trainer zurechtkommen muss.
Aber gerade dadurch stellt sich ein, in nahezu keinem anderem Sport vorhandenes, Selbstbewusstsein ein, was die Reaktionen des Körpers auf das eigene Training und die Ernährung betrifft.

Ernährung heißt auch das Stichwort, für alle angehenden Stiernacken, dann spätestens, wenn man den Erfolg im Fitnessstudio maximieren will, wird man zwangsläufig den Tipp erhalten, dass Er­nährung wie das Fundament auf dem man sein Training aufbaut ist.
Denn ist genug Ehrgeiz und Ausdauer vorhanden, lernt man bald verschiedene Wege in Form von Ernäh­rungs- und Trainingsmethoden und Plänen kennen und es steht der Strandfigur nichts mehr im Wege.
So könnte sich durch das Fitnesscenter auch eine ernährungsbewusstere, fittere Gesellschaft und vor allem Jugend entwickeln…

…wären da nicht die in Kraftsportkreisen so beliebten “Nahrungsergänzungsmittel” wegen denen immer wieder das Image des Bodybuilders als steriodgeladenen Zuchtbullen geprägt wurde.
Zwar reichen die herkömmlichen Präperate von Protein Shakes bis BCAA Capseln aus um einen merklich durchtrainierten Körper zu bekommen (natürlich geht es auch ganz ohne), es fehlt dazu vielen aber die Geduld.

Geduld ist letztendlich das elementarste was man braucht und lernen kann, beim Kraftraining, um nicht an falsche Hilfmittel zu geraten oder aufzugeben

Letzen Endes muss jeder für sich wissen, was er von dem Fitnesstrend hält, doch eins ist sicher.
Der Trend Richtung Fitnessstudio und der Hype um den Kraftsport wird – bis auf weiteres – nicht Enden

Joschka Büchs aka paradiddl


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3 Antworten zu “Kulturschock Fitnessstudio

  1. Cobar

    Ich finde der ganze Artikel ist recht negativ gestaltet. So ist es meist besser zumindest im Fitnessstudio Sport zu machen, als überhaupt keinen. Ansonsten war es zumindest in dem Studio, in dem ich trainiert habe, nicht so, dass man andauernd alleine trainieren musste, sondern es gibt ja auch noch Kurse wie Bodypump oder Ähnliches. Außerdem konnte man zumindest in meinem Studio jederzeit die Trainer ansprechen, wenn man Fragen hatte.
    Mittlerweile mache ich die meisten Übungen zuhause. Um die meisten Übungen zuhause machen zu können, braucht man auch kaum Hilfsmittel. Es ist so zumindest viel günstiger als die Preise, die man mittlerweile in den meisten Studios bezahlen muss, was gerade als Schüler/Student/Azubi nicht unbedingt wenig ist.

  2. lupus

    Ich habe auch vor kurzem mit dem Kraftsport angefangen. Übrigens auch in Braunschweig. Ich gehe hier zu Mc Fit und muss sagen, dass ich mir vorstellen kann, dass einige hier einen kleinen Kulturschock erleben, zumal da schon einige Tiere rumlaufen, die nebenbei ganz offen über ihren Steoridkonsum reden.. 🙂 Letztlich sind die meisten aber wirklich nette Typen und den paar anderen geht man eben aus dem Weg :p

    Ich werde mir aber im Laufe des Jahres noch andere Studios ansehen (wenn bei mir Geld reinkommt), da es mir bei Mc Fit teilweise einfach zu voll ist. Vielleicht trifft man sich ja mal, bin immer auf der Suche nach motivierten Trainingspartnern 🙂

    Beste Grüße
    Peter aka lup

  3. paradiddl

    Ja, von McFit hört man nicht gerade zu viel gutes. Der Vorteil ist, dass sie dort 24h am Tag auf haben.
    In meinem Freundeskreis machen fast alle Krafttraining und das beste hört man von Vienna, dem Fitnessland (wo ich zurzeit bin) und Hygia. Die ersten beiden sind so wie McFit manchmal, zu den Stoßzeiten von 17-19 Uhr. Hygia ist wirklich das edelste Fitnessstudio in BS aber das kostet auch 80 € + im Monat.
    Die drei würde ich dir aber empfehlen.
    Abraten würde ich dir von Physio, das ist recht teuer und die Geräte sind ziemlich alt.

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