Miami ist Meister

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag fand das letzte der 7 Finalspiele statt. Eine hartumkämpften Serie führte zu keiner vorzeitigen Entscheidung über den Sieger. So spitzte sich die ganze NBA- Saison mit ihren 30 Mannschaften, jeweils 82 Spielen und den Playoffs auf EINE Partie zwischen den San Antonio Spurs und Miami Heat zu.

Doch der Reihe nach. Spiel 1 gewannen die Spurs (92:88) dank sehr guter Leistungen von Tony Parker, Tim Duncan und einer knüppelharten Verteidigung von Kawhi Leonard gegen James. In Partie 2 waren dann die Heat dran das Ding für sich zu entscheiden (103:84). Miami spielte zwar nicht viel besser als in den Begegnungen davor, aber im Vergleich zu dem vorherigen Spiel leistet sich die Spurs 17 Ballverluste und Duncan bzw. Parker waren nur Schatten ihrer selbst. Das 3. Aufeinandertreffen war dann wieder ganz im Zeichen von San Antonio. Mit einem 113:77 Kantererfolg konnte die Mannschaft aus Texas ihr erstes Heimspiel gewinnen. Dies war auch die Partie, in der Gary Neal und Danny Green zusammen 13 3-Punktewürfe verwandelten. Mit einem 109:93 Sieg war Miami es, die das Spiel 4 für sich verbuchen konnten. Ein LeBron James in Topform gepaart mit sehr gut spielenden Co-Stars, Chris Bosh und Dwayn Wade, waren der Garant für ihren zweiten Sieg. Bisher waren beide mehr oder weniger blass geblieben. Begegnung 5, wie sollte es anders sein, ging dann wieder an San Antonio (114:104). Mit einer veränderten Aufstellung, die für den Small- Ball optimiert ist (Splitter auf die Bank, Ginobili in den ersten 5) konnten die Spurs als Einheit das Team aus Florida überrennen. Mit Spiel 6 hätte das Team unter Greg Popovich alles klar machen können. Doch leider war es Ray Allen, der die Heat mit einem 3er in die Verlängerung warf und das Nervenversagen an der Freiwurflinie schuld, dass aus dem vorzeitige Serienerfolg nichts wurde (103:100). Vergessen darf man natürlich nicht die Leistung von LeBron James, der in diesem Spiel, aber auch in allen anderen Partien eine super Serie hingelegt hat.

Nach 6 gespielten Spielen und einem stand von 3:3 war es Zeit für den großen Showdown. Miami und San Antonio waren die ganze Zeit auf Augenhöhe. Es gab insgesamt sieben Führungswechsel und keine Mannschaft zog mit mehr als 7 Punkten davon. Wieder einmal war es James der mit seinen 37 Punkten und 12 Rebounds das Spiel an sich riss. Auch konnte Dwayn Wade überzeugen der 23 Punkte und 10 Rebounds auflegte. Enttäuschend war der dritte der großen 3. Bosh blieb bei null Punkten und hatte am Ende nur 7 Rebounds und 5 Fouls im Buche stehen. Als Bankspieler, der für ihn in die Bresche gesprungen ist, kann man noch Shane Battier (18Pkt) nennen. 6 von 8 3er fanden sein Ziel. Auf den Seiten der Spurs war Tim Duncan (24Pkt, 12Reb, 4Stl) der Mann des Spiels. Neben ihm konnte auch Kawhi Leonard glänzen, der mit 19 Punkte und 16 Rebounds glänzte. Genau wie bei den Heat ist auch bei San Antonio einer der Stars blass geblieben. Parker traf nur 3 von 12 Würfen und markierte am Ende magere 10 Pünktchen und 4 Assists.

Die entscheidende Szene war wohl am Ende des 4. Viertels zu sehen. Duncan vergab gegen Battier einen Lay-Up zum Ausgleich. Wenige Sekunden später konnte James nach einem guten Block den siegbringenden Jumper versenken. Bei solchen Momenten fällt mir immer wieder auf, dass Freude und Leid so dicht bei einander liegen. Man kann die Niederlage der Spurs oder auch den Sieg der Heat nicht wirklich an einer Situation fest machen. Beide Mannschaften haben sich eine super Serie geliefert und beide hätte den Titel verdient.

Ich gratuliere den Miami Heat zum Titel und wünsche beiden Mannschaften alle Gute für die nächste Spielzeit. Spannend kann es werden in Florida und Texas. Beide Teams sind relativ alt und müssen über kurz oder lang sich über eine Verjüngungskur gedanken machen. Bei Miami dürfte es nicht das Problem darstellen. Zwar ist Wade schon 31, aber Bosh und James haben noch einige gute Jahre vor sich. Hier müssen bloß die Rollenspieler nach und nach ausgewechselt werden. Ray Allen, Udonis Haslem und Shane Battier haben zwar noch einmal gut gespielt, aber der Zahn der Zeit nagt trotzdem an ihnen. Dennoch bin ich guter Dinge was das Team aus Miami angeht. Das gleich kann man auch bei den Spurs sagen. Parker, Duncan und Ginobili gehören nicht mehr zu den jüngsten und die beiden letztgenannten werden früher oder später über ein Ende ihrer Karriere nachdenken (müssen). Trotzdem hat das Management der Spurs auch in den letzten Jahren alles richtig gemacht. Leonard und Green haben sich zu soliden Startern mit weiterhin Potential noch oben entwickelt. Gary Neal kann die 6th-Man- Rolle perfekt einnehmen und Tiago Splitter ist ein verheißungsvoller Big Man für die Zukunft. Auch ist San Antonio nicht die schlechteste Adresse und vielleicht findet sich bald ein (neuer) Star- Spieler ein.

Zum Abschluss bleibt nur noch LeBron James zu seinem zweiten NBA- Finals- MVP- Titel zu gratulieren. Zeitweise allein gelassen, schaffte er es immer wieder seine Heat auf Kurs zu halten. Mit 23,3 Punkten 10,7 Rebounds, 7,5 Assists, 2,3 Steal und 1,0 Blocks pro Spiel lieferte er fabelhafte Statistiken ab und das alles gegen eine der besten Verteidigungen der Liga.


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2 Antworten zu “Miami ist Meister

  1. biotonne

    buuuhh Miami buuuh 🙂 ich habs leider kommen sehen, am ersten Spieltag :(… hoffe nächstes jahr gibt’s mal wieder nen neuen meister, langsam wird es öde wenn immer Miami im finale steht und leider schon wieder gewonnen hat…

    1. safa

      ich habe leise in mein kissen geweint

      ich würde mich freuen wenn mal jnd komplett anderes in den finals steht. z.b. memphis oder denver oder vllt chicago. langsam wird echt langweilig

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