Alexanders Welt des Sports (1): London, wir kommen!

Liebe Leute! Man bat mich darum, erstmal mich und mein kleines Projekt für JustSports vorzustellen. Mach ich doch gerne: Ich heiße Alexander, und ich habe mir vorgenommen, ab jetzt jede Woche eine Kolumne über die Welt des Sports zu schreiben. Folgerichtig nenne ich die Kolumne „Alexanders Welt des Sports“. Darin schaue ich auf aktuelle Sportereignisse – mit einen Augenzwinkern und nicht ganz so ernst.

Es ist also vollbracht: Zum ersten Mal in der Champions-League-Geschichte stehen sich zwei deutsche Mannschaften im Finale gegenüber. Und das ausgerechnet in England, dem selbsternannten Mutterland des Fußballs. Dort findet man uns Deutsche ja von jeher nicht ganz so sympathisch, weshalb die britische „Sun“ auch gleich von einer „deutschen Invasion“ am 25. Mai schrieb.

Apropos Boulevardzeitungen: Die haben es uns Fußballfans nicht zugetraut, dass wir uns gleich vier Ergebnisse merken. Ist ja auch schwierig, 4:0, 3:0, 4:1 und 0:2 im Kopf zu behalten. Deshalb haben sie alles schön zusammengezählt und festgestellt: Deutschland hat gegen Spanien mit 11:3 gewonnen. Blöd nur, dass da auch ein paar Niederländer, Franzosen, Argentinier und andere Nationen mit auf dem Platz standen. Und wenn man nur die Tore von deutschen Spielern zählt, hätte Deutschland zwar immer noch 4 Tore gemacht und gegen Spanien gewonnen, wäre aber gleichauf mit einem krassen Außenseiter: Polen, dank Robert Lewandowski ebenfalls mit 4 Toren. Da wäre es doch nur fair, statt Borussia Dortmund den polnischen Zweitligisten Znicz Pruszków, Lewandowskis ersten Verein, zum Finale zu schicken. Aber dann könnte man den Bayern gleich den Pokal per Post zuschicken. Die würden sich so den Flug nach London sparen und das vereinsinterne Schweizer Nummernkonto schonen.

Aber was ist eigentlich gerade mit den Bayern los? Die fegen die Tiki-Taka-Übermannschaft Barcelona von gleich zwei Plätzen und lassen den Mega-Weltfußballer Lionel Messi aussehen, als wäre er im Rückspiel gar nicht erst dabei gewesen. Dortmund hingegen hat es gegen Real Madrid nochmal richtig schön spannend gemacht – 0:1 in der 82. Minute, 0:2 in der 88., und am Ende konnten die Borussen doch die Arme in die Luft reißen. Ich weiß, Europapokal, Hinspiel, Rückspiel – aber irgendwie war es doch seltsam, eine Mannschaft nach einer Niederlage so jubeln zu sehen. Man stelle sich das in der Bundesliga vor: Mainz verliert mit 0:2 gegen Dortmund, und nach dem Spiel fallen sich die Mainzer vor Freude in die Arme, weil sie nicht höher verloren haben.

Ein großes Fragezeichen scheint sich vor dem großen deutsch-deutschen Duell in Luft aufgelöst zu haben: Mario Götze ist verletzt und kann wahrscheinlich in London nicht mitspielen. Es wird also nicht dazu kommen, dass Götze bei einer Münchner 11:10-Führung im Elfmeterschießen antritt und ganz zufällig den Ball in den Himmel über London semmelt.


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4 Antworten zu “Alexanders Welt des Sports (1): London, wir kommen!

  1. oilrumsick

    Mario Götze würde es nichts bringen jetzt schon für seinen neuen Arbeitgeber zu spielen. Ich glaube viele Leute schätzen Spitzensportler falsch ein. Die wollen Erfolge! Wenn Bayern die CL gewinnt hat Götze davon gar nichts. Wenn Dortmund die CL gewinnt hat er einen CL-Sieg in seiner Vita. So einfach ist das.

    1. link1309

      Sehe ich Ähnlich. Vor allem denke ich das es für Götze die letzte Chance wäre in Dortmund nicht für immer gehasst zu werden. Man stelle sich vor Götze schießt Dortmund mit einem überragendem Spiel zum Sieg…. ich denke viele würden ihm dann ehr verzeihen.

      1. alexko

        Ja, aber stellt euch mal vor, wenn er dran schuld ist, dass Dortmund nicht gewinnt, vielleicht weil er einen Elfer versiebt oder einen entscheidenden Fehlpass spielt. Sicherlich nicht aus Kalkül, sondern schlicht aus Nervosität. Dann sagen doch alle, vor allem in Dortmund: Hat er absichtlich gemacht, er wollte zu einem Champions-League-Sieger wechseln.

        1. biotonne

          dann ist das deren problem und nicht seins…auf irgendwenn müssen es die schönwetterfans dann ja schieben…. der mann ist profi und wie schon gesagt : wechselte zum cl sieger in der vita stehen zu haben ist genauso gut wie wenn im zeugnis steht :hat sich bemüht…also schwachsinn…darüber sollte man sich eh erst gedanken machen wenn es soweit ist, vielleicht spielt er gar nicht, muskelfaseriss ist nun mal eine 3-4 wochen verletzung, wenn es schlecht läuft dann sogar mehr

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